REVIEWS

Hier stehen immer die aktuellen Reviews zu unseren CDs... Wenn jemand was entdeckt, einfach an uns mailen.

PLASTIC BOMB

Hoppssassa...ich will ja jetzt nicht von Zeichen sprechen, aber die Anzahl der guten Veröffentlichungen auf Nix Gut übertreffen die schlechten bei Nix Gut in diesem Quartal bei weitem. So auch Kreftich aus Dinslaken, die ich vom Namen her wohl schon länger wahr genommen habe. Sie machen melodischen Deutschpunk, wie ihn früher die Wohlstandskinder gemacht haben. Also musikalisch sehr versiert und California-Punk-beeinflußt. Dazu kommen Texte, die im Gegensatz zu vielen anderen des Genre, völlig auf peinliche Aussetzer verzichten. Im Gegenteil, sie besitzen zum Teil wirklich Tiefgang. So kommen hier wirklich einige Hits, mal locker flockig und mal sentimental, zusammen. Gute CD, die auch über ein schönes Artwork verfügt.

SVEN

Moloko-Plus

Herzlichen Glückwunsch! Kreftich aus Dinslaken feiern dieses Jahr ihren nun schon 10. Band-Geburtstag...! Und wie ich weiter auf der Webseite der drei Jungens lese, haben sie die Chefdenker zum Feiern eingeladen.
Genau!! So ähnlich klingt dann auch das neue Album von Kreftich, "Stillos", was neulich bei Nix Gut Records rausgekommen ist. Deutschsprachiger Punkrock, melancholisch angehaucht mit ironisch bis ernsthaften Texten, einer rauhen dreckigen Stimme des Sängers Hagi, krachiger Gitarre und ein paar Hits, die mir gleich beim ersten Anhören im Köppel hängenbleiben. Ein paar Songs hätte ich persönlich von der Platte genommen, vor allem die mit der Melancholie, aber egal...Ich werd mir die Kreftich auf jeden Fall mal merken und deren Scheibchen noch oft anhören. Gut gemacht, Jungs!
Übrigens... ich liebe 3-Mann-Bands!!

Fomp.de

Hab ich da mal eine CD von Kreftich in die Hände bekommen. Zur Menschheit über "nix gut" gebracht. Der CD, dargereicht in einem schwarz/grau/weißen Pappschober mit knalligem orange verziert, liegt ein stillos gerechtes Booklet bei, dem man die meisten Informationen über diese Scheibe entlocken kann. Schaut sich fast alles ganz gut an.
CD-Player auf - Stillos! rein - Play
Die ersten Töne gehört, da denk ich "Oh hört sich bißchen nach alten Tagtraum an". Und dann singen Kreftich auch noch irgendwas von Tagtraum (hö??!). Kurz darauf denke ich aber vielleicht hören sie sich auch eher nach Wizo an (sie singen aber in "Fragen über Fragen" nur "Warum?"). Letztendlich gehe ich aber von beiden Vergleichen wieder weg und hör mir eine schöne Platte an; 12 Songs - 45 Minuten - melodischer, deutscher Punkrock. Rauhe Stimme, gutes (teilweise) schnelles getrommel und deutlich zu vernehmende, schöne Bassläufe. Kurz danach hab ich schon zwei Ohrwürmer: "Auf der Suche" und das Ska-Lied "Koppdropp", und den Drang Bier zu trinken und n bißchen Fahrrad zu fahren. Beim wiederholten play-drücken komme ich freudig zum folgenden Schluß: Rundum eine sehr gut gelungene Punkrock-CD zum wieder und wieder anhören.
Kreftich besteht aus den drei (,soweit ich es rückverfolgen kann,) Dinslakern Flo (Schlagwerk, Chöre, sax, Orgel, Dose mit spaghetti (? <- Die such ich noch), Lasse (Bass, Gesang, Posaune) und Hagi (Gitarre, Gesang) die am 23.11 ihr 10-jähriges in dinslaken unter anderem mit den Chefdenkern feiern. Näheres dazu sollte zügig unter ihrer Homepage herausgefunden werden: http://www.kreftich.de/ Wer also Zeit an diesem Freitag hat, sollte sich gut überlegen, ob er/sie damit klarkommen kann, nicht hingegangen zu sein.
Letzte Bedenken können auf www.myspace.com/kreftich ausgerräumt werden. Dort gibt es 4 Lieder zum Anhören.

Guido

ÜBERFALL-FANZINE

Kreftich – „Stil los!“: Nomen est Omen: die Songs rotzen durchaus kreftich daher, und fein ausgefeilt klingt das Ganze obendrein. Sogar das Ska-Punk-Stück „Koppdropp“ – ein wahrer Hit – gelingt mit wirklich klasse Bläsern ausgesprochen gut. Und gerade die Gitarrenmelodien machen die Musik
zur wahren Freude. Die Texte kommen gegröhlt aus voller Kehle. Die Stimme klingt dabei manchmal etwas wie eine kratzige Variante von Wizo-Axel. Dass die Band allerdings in „Schlussverkauf“ meint, die Qualität von Musik an den eingesetzten Instrumenten festmachen zu können, wirft dann aber doch kurz meine Stirn in kritische Falten. Das erinnert an Kampagnen wie „Musiker gegen Techno“ oder Mike Oldfields einstiges Anti-Synthesizer-Camping.

Taugenix

Yes, die ersten kreftichen Sonnenstrahlen kommen raus und hier kommt genau das richtige Album für den Frühling! Frisch, fröhlich und unverbraucht, so präsentieren sich KREFTICH auf “Stillos“. Vorwiegend kritische Texte, aber ohne erhobenen Zeigefinger, werden in fröhliche Melodien mit hohem Widererkennungswert verpackt und 12x wiedergegeben.
Besungen wird unter anderem der “Schlussverkauf“, das “Spiegelbild“ oder ein “Graues Deutschland“, und alles immer schön auf den “Kopp Dropp“.
Die Erstlauflage kommt im, auf 2000 Exemplare limitierten, Digipack!
Wer immer noch skeptisch ist, der fülle einfach einen großen Topf mit den Zutaten WIZO und MUFF POTTER, und rühre alles KREFTICH durch.
Guten Appetit! Steff

OX-Fanzine

Alex K., ein Superstar, war letzte Woche noch nicht da - KREFTICH schon. Seit 11 Jahren besteht diese Punk-Kapelle und veröffentlichte nun ihr drittes Album, welches den Namen "Stillos" trägt. KREFTICH besingen auf der Platte nicht nur Möchtegern Musiker der Kategorie des Herrn Alex. K, sondern thematisieren auch viele Dinge aus dem alltäglichen Leben. Den Musikstil könnte man scherzhaft auch stillos nennen, denn zu den punkigen Nummern gesellen sich auch Ska- und Emo-lastige. Aus dieser Mischung ergibt sich dadurch eine schöne Ansammlung an Punk-Songs. Nicht zu hart und auch nicht zu schnell, die eingängigen Refrains gelangen trotzdem in die Gehörgänge. Ein schönes abwechslungsreiches Album, mit dem ihr euren Ohren auf jeden Fall nicht schaden werdet. (45:14) (8) Thomas Eberhardt

Dergestrecktemittelfinger

Kreftich aus Aachen gibts es schon seit 10 Jahren. Und genauso lange hat es gedauert, bis ich von ihnen hörte. Das sie schon einige Jahre zusammen Musik machen, hört man den Jungs von Kreftich an. Gutes Zusammenspiel, routiniertes Songwriting, gute Melodiebögen. Alles zusammen erinnert mich ein wenig an die ersten WIZO Sachen, ohne allerdings deren Humor zu erreichen. Was aber auch schwer ist, hat dies doch bisher kaum eine der zahlreichen Wizoepigonen geschafft. Außer vielleicht Montreal, die immerhin nah rankommen.
Zurück zu Krefich: Stillos ist eine sauber gespielte und sehr sauber produzierte Pop-Punkplatte,mit gelengtlich Bläserelementen und Off-Beatpassagen, die FreundInnen solcher Musik sicher begeistern dürfte.


Überfall-Fanzine

Nomen est Omen: die Songs rotzen durchaus kreftich daher, und fein ausgefeilt klingt das Ganze obendrein. Sogar das Ska-Punk-Stück „Koppdropp“ – ein wahrer Hit – gelingt mit wirklich klasse Bläsern ausgesprochen gut. Und gerade die Gitarrenmelodien machen die Musik
zur wahren Freude. Die Texte kommen gegröhlt aus voller Kehle. Die Stimme klingt dabei manchmal etwas wie eine kratzige Variante von Wizo-Axel. Dass die Band allerdings in „Schlussverkauf“ meint, die Qualität von Musik an den eingesetzten Instrumenten festmachen zu können, wirft dann aber doch kurz meine Stirn in kritische Falten. Das erinnert an Kampagnen wie „Musiker gegen Techno“ oder Mike Oldfields einstiges Anti-Synthesizer-Camping.

Team Trash

Laut Kreftich-Homepage halte ich das mittlerweile dritte Album der Drei-Mann-Punkrock-Combo "Kreftich" in den Händen. Das erste allerdings, das nicht DIY veröffentlich wurde, sondern auf einem nicht ganz unbekannten Label. Dass die Jungs bei Nix-Gut sind, erklärt zumindest, warum sie mit einem ihrer Songs (Koppdropp) auf der neuen Schlachtrufe zu hören sind. Nun aber genug der Administration, wir widmen uns jetzt der Mucke:

Dass die Band in einer andern Review mit den Wohlstandskindern verglichen wird, ist übler Schwachsinn,
da gibts also echt praktisch keine Ähnlichkeiten. Vom Stil her ähnelt man dafür aber einer andern Band: NEVERMIND ist die erste die mir sofort einfällt. Man pflegt einen ziemlich lockeren und melodischen Deutsch-Punk-Rock-Stil mit einigen Ska-Einflüssen bei manchen Liedern. Man zeigt sich hier allerdings recht abwechslungsreich: Während man auf "Koppdropp" auch Blasinstrument(e) einsetzt, spielt man zum Beispiel bei "Fragen über Fragen" Punk der späten 90er und die Musik auf "Der Moment" klingt sogar ziemlich nach JUPITER JONES. (Wie übrigens auch manche Refrains) Den Käufer erwartet hier also ein sauber produziertes Album mit feinen Texten und guter Musik. Anspieltipps von meiner Seite sicherlich:
Stilkrieg, Fragen über Fragen und Koppdropp. Nicht mein Bier sind:
Spiegelbild und Graues Deutschland. Die Band feiert übriges dies Jahr ihr 10. Bandjubiläum, Glückwunsch an dieser Stelle vom Team-Trash!

Fazit:
Textlich und Musikalisch gibts an der VÖ gar nichts auszusetzen, das passt alles ziemlich gut. Allerdings tönt das ganze schon wahnsinnig weich könnte teilweise vielleicht sogar im Radio mal gespielt werden.Die Refrains vorallendingen sind oft mit Chören und ruhigerem Sound ausgestattet. Wer den deutschen Punk der späten 90er und des aktuelln Jahrzehnt mag sei hiermit aufgefordert die Platte zu kaufen, welche nämlich nicht Stillos ist! Auch Liebhaber sonstigen Deutschpunkes dürften nicht enttäuscht werden, wers allerdings ein wenig härter mag, sollte sich vielleicht erst einige Sachen anhören. Krümel

Underdog

Wo andere Punkrocker ihre Zeit mit Taschenbillar oder -großkotzig- Golf spielen vergeuden, suchen KREFTICH ihr Heil bei den Kegelfreunden „Feldmark 05“. Auf der Bahn wird der Pudel noch mit Dosenbier begossen, die Kegel nach Malermeisterart verziert und die Suche nach dem Mittel, das uns das Gehirn ausstellt, fort geführt. In der Spielpause sinniert das Trio über den Ausverkauf einer Szene nach („Stillkrieg“) , weiss nicht, warum die Banane krumm ist („Fragen über Fragen“) und weiß, wie Punkrock gespielt wird. Die melodischen, mehrstimmigen Songs sind druckvoll, schnell und erfrischend eingängig wie der effektvolle Ansatz der Kugel auf die Bahn. „Koppdropp“ ist bestimmt der glorreiche Schlachtruf beim Betreten der heimischen Bahn in der Dinslakener Eckkneipe. „Kuller ma to“ rufe ich da aus. 8 von 10 Strikes!
Underdog – Fanzine

Scumfuck

Was passiert, wenn Brüder zusammen Musik machen, durften wir die letzten Jahre ja in der Bravo verfolgen. Aber im Gegensatz zu einer Tunte mit seinem Bob Marley-Verschnitt Bruder kommt jetzt ein Bruderduo (+ Bassist) aus Dinslaken, was geilen knalligen Punkrock spielt und jenseits des Parolengehdresche und Weichei-Geschrammel (wie es bei 99% anderer Bands von Nix-Gut leider die Regel ist), seine schiene auf einem Niveau mit Wohl-standskinder und Wizo fährt. 12 Lieder gibt es zu hören, verpackt in einem schönen Digipack und einem Booklet mit allen Texten drin. Anspieltipp: „Graues Deutschland“! Hans

Musik an sich

Kreftich sind eine Punkband aus Dinslaken, die mit ihrer CD Stillos beweisen, dass der Titel einer CD nicht zwingend etwas mit ihrem Inhalt zu tun haben muss. Denn „Stillos“ ist die Musik der Band absolut nicht. Das Gegenteil ist hier der Fall. Auch wenn mich der erste Titel „Spiegelbild“ stark an die Toten Hosen erinnert, verliert dieser nichts von seiner Eigenständigkeit. Wohltuend die Tatsache, dass die drei Musiker es verstehen ihre Instrumente zu spielen, statt sie zu „bearbeiten“. Nebenbei verzichten die Musiker darauf, ihre Texte unverständlich in die Gegend zu brüllen. Wenn man was zu sagen hat, sollte der Empfänger dies auch verstehen können. Daran halten sich Flo, Lasse und Hagi. Produziert ist die CD mit einer Menge Fingerspitzengefühl mit Fokus auf die Wirkung der Tracks.Apropos Wirkung: Die Texte sind ausnahmslos mit intelligenter Feder geschrieben. Auf sinnentleerte Phrasen wartet man vergebens. An gewaltiger Power fehlt es dennoch keinem der zwölf Titel auf Stillos. Ein ganz besonderes Schmankerl ist der Ska Track “Koppdropp“. Selbst ein humorvoller Titel darf nicht fehlen. “Graues Deutschland“, mit Einlagen im feinsten Ruhrpottdeutsch, macht Bock auf Urlaub…

Fazit:
Ein durch und durch homogenes Album, dass sicher eine Menge Freunde (nicht nur aus der Punk Szene) finden wird. Mich persönlich hat hier die Vielfalt der Punk-Spielarten beeindruckt, die hier von Kreftich unter einen Hut gebracht wird. 20 von 20 Punkten.
Andreas W. Fieseler

Scarred for Life

Mit dem ersten Lied der Scheibe „Stil Los!“ überraschen Kreftich zunächst einmal, es klingt nicht nach Nix-Gut-typischem Punkgeschrammel, sondern schon sehr viel mehr nach Musik mit Kopf. Der erste Titel „Spiegelbild“ beweißt schon fast Popqualitäten. Eingängige Musik mit passendem Text.Doch nach dem ersten Lied verfallen die Jungs von Kreftich wieder zurück in alte Nix-Gut-Tradition, erinnern sehr stark an Bands wie Der Dicke Polizist (heute ja DDP) und bleiben doch eigenständig und klingen nach sich selbst. Kleine Stilausflüge in Richtung Ska machen das ganze zu einer wirklich runden Sache für alle, die gerne Musik aus der Nix-Gut-Schublade hören und dabei doch gerne mal wieder etwas Abwechslung hätten. Alles in allem bestimmt eine feine Sache für Fans des Genres. Jannik

Crazy United

„Stillos“ ist das nach zwei in Eigenregie veröffentlichten CDs erste „richtige“ Album der drei Dinslakener sicher nicht, im Gegenteil: Was ich da höre, weiß meinen geplagten Ohren durchaus zu schmeicheln. Es gibt zwölf mal melodischen, deutschsprachigen Punkrock ohne Metal-Einflüsse, meist recht flott und schnörkellos dargeboten, darunter ein Offbeat-Stück. Nicht zuletzt durch seinen leicht näselnden Gesang erinnert mich das etwas an eine Mischung aus WIZO und älteren MUFF POTTER oder so… Das Songwriting ist, auch, wenn’s hier und da noch etwas holpert, im Großen und Ganzen unpeinlich gelungen und schweift oft ins philosophische ab, ohne dabei zu hippiesk zu werden. Textlich direkter wird’s dann bei Songs über Gesetzestreue, vermeintliche Hip-Hop-Gangster („doch bewegen wollt ihr nichts/ihr wollt nicht, dass was passiert/weil euer ganzer Scheiß nur auf Wettbewerb basiert/jeder will der Beste sein, ihr liegt damit im Trend der Zeit/ihr nennt euch Bewegung, obwohl ihr stehen bleibt“), Plastikmusik oder auch beim naiv-fröhlichen Urlaubssong „Graues Deutschland“. Hervorheben möchte ich noch den Song „Eigenbrötler“, bei dem man zunächst geneigt ist, zu glauben, es ginge um einen „Penner-Punk“, obwohl letztendlich ein Computer-N3rd gemeint ist – keine Ahnung, ob das beabsichtigt war, kommt jedenfalls gut. Die Texte kann man alle im fetten, schön gestalteten Booklet nachlesen, das dem glänzenden Digipack beiliegt. Alles in allem eine gute Debüt-Scheibe, die trotz der philosophischen Ausflüge eher unbeschwert daherkommt… Zwölf Songs in 45 Minuten, Anspieltipp: „Auf der Suche“. 2-3. Günni

Oi Vision

...Auf die Ohren gibt es aber auch einiges. Insgesamt sind das zwölf schnelle und ausdrucksstarke Punkrock Songs – ohne massentauglichen Anspruch, aber trotzdem einen gewissen poppigen Charakter – der gefällt. Im Gesamtbild wirkt es aber zu wenig abwechslungsreich. Doch für eine Nix Gut Band hammermäßig! Der Gesang hat einen eigenen Charakter, man muß ihn aber mögen. Eine typische hohe aber raue Punkrockstimme, wie man es oft bei B-Bands des Genres zu hören bekommt. Der Sound wird nur so dahin geschmettert, ohne viel musikalischen Anspruch zu haben – und haben zu wollen. Mir gefällts. Textlich wird viel Abwechslung geboten. Während „Spiegelbild“ philosophische Ansätze hat und „Stilkrieg“ sowie „Schlußverkauf“ gegen die Kommerzialisierung von Subkulturen – in diesem Fall Hip Hop – und den musikalischen Ausverkauf wettert, wird im Song „Graues Deutschland“ nicht die Politik thematisiert – was man bei dem Titel meinen könnte – sondern das Wetter. Beim genauen Hinhören merkt man aber, was die Band mit dem Song meint, wenn z.B. das „Tief Angie“ angesprochen wird. Musikalisch wird das Lied mit einem schönen Ska-Beat unterlegt, was gefällt und zum Schluß doch noch mal für Abwechslung sorgt.

Fazit: Interessant und hörenswert. Nix Gut: Weiter so! (sk)

Gerrit Zeichnet

Beim vorliegenden Werk handelt es sich um druckvoll produzierten, nicht groß aus der Reihe tanzenden PunkRock. Der Sound und die Melodien gehen ins Ohr. Das Songwriting zeigt "Wizo" Anleihen, ist nicht ganz frei von emotionalem Gedöns, trotzdem aber kein bisschen "Emo". Denn es geht auch mit einer gehörigen Portion um Aufbruch und das "sich selbst aus der Scheiße ziehen". Und das zählt.

Nebenbei sei bemerkt dass das Artwork außergewöhnlich ist. Gestaltet hat es "Wittek", der Hamburger Ausnahme-Underground-Zeichner.

Abgefuckt liebt dich

...Im Sommer 2006 waren Kreftich bei U. Sabirowsky (u.A. Beatsteaks) im Studio, um ihr Debut-Album "Stillos" aufzunehmen. Präsentiert werden 12 grandiose Songs! Ein Mehr- stimmiger, kraftvoller Punkrock-Gesang, der Einsatz einer Trompete und die Lust am Musikmachen, begeistert den Zuhörer und überzeugt schnell durch gekonntes Zusammenspiel.

Bad Rascal

Geil! Das Album kommt im coolen Digipack in neonorange/grau daher! Das gibt schon mal ordentlich Pluspunkte. Und auch was die Musik angeht kann sich die CD sehen lassen! Es gibt melodischen Deutschpunk mit California-Feeling. Bei zwei Songs sind auch deutliche Ska-Anleihen herauszuhören. Die Texte wirken niemals platt, immer ansprechend, und versprühen ihren ganz eigenen Charme und manchmal auch Witz. Insgesamt eine rundherum gelungene CD! Jules

WASTE OF MIND

Nach zwei Platten in Eigenregie erscheint jetzt mit „Stil los“ die neue Platte von KEFTICH aus Dinslaken auf Nix Gut. Seit mehr als 10 Jahren sind die Gebrüder Hagedorn mittlerweile unterstützt von Bassist Lasse zusammen unterwegs und für das neue Album haben sie sich auch mit Uwe Sabirowsky (u.a. Thumb, Beatsteaks,…) keinen Unbekannten als Produzenten an Land geholt. Geboten wird deutschsprachiger, fröhlicher Punkrock, der ein ganzes Stück entfernt vom Deutsch-Punk-Gekloppe ist, wie man es öfters aus dem Hause Nix Gut kennt und bei dem man schon annehmen darf, das die Jungs mit Fat Wreck und Burning Heart Bands groß geworden sind (auch wenn sie nicht den typischen Cali-Melodiccore bieten).
Überzeugen können sie nicht zuletzt dadurch, dass sie schön kraftvoll nach vorne losgehen und sie auch gerne mal etwas Abwechslung in die Songs bringen. Der Gesang ihres Frontmanns ist manchmal vielleicht ein Tick zu rau für ihren Sound, das wird aber ganz gut durch die anderen beiden ausgebügelt, da sie meistens mehrstimmig zur Sache gehen und viel mit Chören arbeiten. Eine gute, durchschnittliche Platte, die mich jetzt nicht komplett umhaut, die aber sicherlich den einen oder anderen Fan finden wird. Zudem zeigen KREFTICH mit „Stillos“ auch mal wieder, dass man auch (guten) deutschsprachigen Punkrock machen kann, ohne entweder nur zu kloppen und auf den Staat zu schimpfen oder auf Poppfaden den Ärzten und Hosen hinterher zu jagen.

Kai Wydra

DINSLAKEN ROCKT

Endlich. Endlich. Endlich.

Da ist sie nun. Die neue CD der Kreftichjungs. Nach dem ersten Album "Volkspunk" und einem kleinen Zwischenquickie namens "Musik für kleine Mädchen" endlich wieder ein vollwertiges Album. Und wenn ich vollwertig sage, dann meine ich vollwertig. Aber erstmal die Fakten. 12 Lieder. Schickes Artwork. Dickes Booklet mit allen Texten. Das sind erstmal die harten Fakten neben der Musik. Flo(Schlagzeug, Gesang), Lasse(Bass, Gesang) und Hagi(Gitarre, Gesang) haben es dazu endlich mal geschafft, dass sich jemand ihrer annimmt und ein Platenlabel (Nix Gut) ihnen Obdach gewährt. Und das scheint unter anderem der CD sehr gut bekommen zu sein. Qualitativ kann sich die CD mit allem messen was mir im Punkrocksektor bisher untergekommen ist. Die Scheibe kann man getrost zu der Cremé de la Cremé in dem Genre zählen. Aufnahmetechnisch ist die Platte eh über alle Zweifel erhaben. Aber nun zur Musik. Abwechslungsreich, professionell und rund kann man die CD bezeichnen. Gut...CDs sind eigentlich immer rund. Aber ich meine damit ja auch eher das Gesamtbild des Inhalts. Musikalisch werden alle Stile der Punkrocksparte abgedeckt. Flotte Lieder die zum Pogen einladen wie zum Beispiel "Auf der Suche", "Fragen über Fragen" oder "Stilkrieg" wechseln sich ab mit Mid-Tempo Nummern wie "Spiegelbild", "Egozent" oder "Weil wir nicht wegschauen". Instrumental immer auf hohem Niveau. Wäre auch traurig wenn nicht. Die Jungs machen schließlich allesamt seit über 10 Jahren Musik. Was auf der ersten CD das "Liebeslied" war, ist auf der neuen CD eindeutig "Kopp Dropp". Eine Skapunknummer die diese Einordnung definitiv verdient. Sogar geblasen wird da. Also....mit Instrumenten natürlich....ähm ihr wisst schon was ich meine. Das wird der Song den sich alle auf Konzerten immer wünschen werden. Textlich haben sich die Jungens unglaublich gesteigert. Wo auf der Volkspunk unmissverständliche Texte mit klarer Aussage in der Überzahl waren, mischt sich auf dem neuen Album eine tiefgründige Bildsprache mit ein, die zusätzlich zum Nachdenken anregt und sogar etwas Interpretationsspielraum bietet. Wo wir gerade bei den Texten sind. Den durchschnitts-Irokesen-Punker wird´s freuen. Ich find´s eher ein wenig Klischeehaft. (Ja Kritik muss auch sein) Sämtliche Vorurteile aus der Punkrockszene werden abgedeckt. Also alles was die Punkszene für den aussenstehenden ausmacht, findet erwähnung auf der Cd. Scheiß Polizei (Kopp dropp), Scheiß Hip-Hopper (Stilkrieg), Scheiß Komerzmusik (Schlussverkauf), Scheiß Faschos (Fragen über Fragen). Gut gegen letzteres kann man nu nichts einwenden. Aber Kilscheehaft ist das ganze auf jeden Fall. Aber das ist meckern auf hohem Niveau. Trotz alledem ist die CD nämlich ein Pflichtkauf wenn man irgendwie im entferntesten auf Punkrock steht. Meine persönlichen Erwartungen hat die CD nun nicht erfüllt. Sie hat meine Erwartungen nämlich übertroffen. Gesanglich liegt das Ganze irgendwo auf dem Level der ersten CD wobei ich das Gefühl habe, dass alles etwas rauher und rotziger gesungen wurde. Nicht negativ sondern wirklich passend. Hagi und Lasse haben sich in dem Bereich noch ein Stück weiter entwickelt. Flo hört man nu leider nicht wirklich raus beim Gesang....hat der überhaupt gesungen? Egal. am Schlagzeug brilliert der jungspund der Band sowieso. Zum Abschluss basteln wir uns eine eigene Kreftich CD. Die Zutaten für die Musik und die Texte sind 200g Wizo, 100g Wohlstandskinder und 150g Sondaschule. Alternativ auch 100g Terrorgruppe. Für den Gesang nehmen wir zwei x-beliebige Rotzpunkstimmen und addieren einen Esslöffel Tonsicherheit und eine Priese Klarheit. Um das Erlebniss abzurunden noch fein gepuderte Ohrwurmqualitäten drüber stäuben. Das ganze dann 45 Minuten und 14 Sekunden im CD-Player garen lassen und dabei feiern, pogen, trinken und mitgröhlen. Meine persönlichen Anspieltipps:
1. Koppdropp (Ohrwurm)
2. Auf der Suche (Rockt wie Sau)
3. Graues Deutschland (Der Sommerhit 2007)

Eigentlich müsste ich alle anderen Lieder auch noch erwähnen...aber das wäre ja zuviel des Guten. Also nochmal an alle die es noch nicht kapiert haben:"KAUFT DIE CD!!!!!"

Gruß der Paddy!

PUNK SHOP

Mehhrstimmiger gesang und Trompeteneinsatz machen das Ding zu einem spannenden und gutgelaunten Ausflug in die Welt des Deutschpunk.

SCUMFUCK

...in unserem "schönen" Dinslaken gibt´s eine großartige Punk Rock Combo namens KREFTICH! Die 3 "kreftichen" Mannen waren letztens zum (leider viel zu) kurzen Umtrunk hier bei uns im Scumfuck HQ und haben ein wenig Werbung in eigener Sache betrieben, indem sie uns einige Songs ihrer demnächste erscheinenden ersten CD vorspielten. Mein lieber Scholli, das klingt ja mal nach fettem, herrlich echten Deutschpunk, und man sollte zwingend die Augen nach ihrer ersten CD aufhalten. Veröffentlichen werden die Jungs ihr Werk auf Nix Gut Records - da kann man HK-Peter & Co. wirklich nur voller Neid gratulieren. KREFTICH hätten wir auch gern fürs Scumfuck Mucke Label ans Land gezogen..., aber wie das halt oft so ist, kann unsereins nicht immer Erster sein! Wie dem auch sei: Merkt Euch den Name KRFTICH, denn nach über 100 Gigs seit 1997 (voriegend in NRW und Rheinland Pfalz) wird die Truppe alsbald mit einem 12-Track Album wie eine Bombe einschlagen. Ach so, es sei auch noch der Hinweis auf ihren Beitrag auf dem "Schlachtrife BRD Vol. 8" erlaubt. Genug gelobt, Ihr werdet es ja selbst bald hören...

Willi Wucher